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Autor Frohnmüller-Kaufmann, Petra
Titel Bauten spiegeln Programme : Spiegeln Bauten Programme? Ein Versuch über den Bibliotheksbau im Wandel der Zeiten unter architektur- und stadtsoziologischen Aspekten
Sprache Deutsch
Abschlussarbeit zum Weiterbildenden Studium "Kulturmanagement" der Fernuniversität Hagen, 2008
DDC-Notation 020; 022; 725; 727
Deskriptoren Bibliothekswesen; Geschichte; Global; International; Architektur; Gebäude; Ausstattung; Entwicklungstendenz; Kultur; Politik; Soziologie; Regionalplanung; Management; Bibliotheksdienst; Änderung; Vergleich
Aspekt Enthält Beispiele
Abstract Bibliotheken werden oft als Spiegel ihrer jeweiligen Zeit betrachtet, sie geben in ihren Inhalten, Programmen und Funktionen ein Bild ihrer Epoche, der Bildungs- und Kulturgeschichte, der Philosophie ihrer Zeit (vgl. Jouly, 1982:752-756). Die Architekturtheorie behauptet ebenfalls, dass Bauten Spiegelungen ihrer jeweiligen Zeit seien, dass sich in ihnen die jeweilige Kulturgeschichte, Herrschaftsgeschichte und der Gebäudezweck ablesen ließe. (Schäfers, 2006:60) Diese beiden, in der Fachwelt jeweils unbestrittenen und oft niedergelegten Behauptungen versuche ich in der Arbeit miteinander zu vergleichen und in Beziehung zu bringen. Nach einem kurzen Rückblick in die Bibliotheksgeschichte unter jeweiliger Einbeziehung des Bibliotheksgebäudes, auf Frühformen im Alten Orient, in der Antike und im Mittelalter sollen vor allem Bibliotheken seit der Renaissance betrachtet werden, in denen sich Architekten intellektuell mit dem Wesen von Bibliotheken als Gebäudetyp auseinandergesetzt und Bauprogramme formuliert haben. Wieweit sich an den entstandenen Gebäuden die jeweilige Herrschaftsgeschichte, Geistesgeschichte, Bildungsgeschichte ablesen lässt, soll unter Herbeiziehung architektursoziologischer Gesichtspunkte untersucht werden, wobei die Architektursoziologie noch eine sehr junge Richtung innerhalb der Speziellen Soziologien bildet und gerade der Bibliotheksbau bis jetzt noch nicht systematisch dargestellt wurde. Deshalb kann in dieser Arbeit auch nur eine Auswahl typischer und exemplarischer Bibliotheksbauten herangezogen werden. Die Bibliothek als ein besonderer Ort in der Stadt, zunehmend in der Moderne, berührt Fragestellungen der Stadtsoziologie zur Urbanität. Für die Auswahl wurde nicht unterschieden, ob es sich bei den Bibliotheken um sog. Öffentliche oder Wissenschaftliche Bibliotheken im heutigen Sinn handelt, um Mischformen aus beidem, ob um Universitäts-, Landes- oder Nationalbibliotheken. Im Laufe ihrer jeweiligen Geschichte haben solche Klassifizierungen auch bisweilen gewechselt. Entscheidend für die Auswahl war die Gewährleistung ihrer drei Grundaufgaben (s. 2. Bibliothek - Definition, Grundaufgaben) und die Deutlichkeit der Bauaussage in Hinblick auf das Gesamtthema. Eine Auslegung des Begriffs "Programm" in diesem Zusammenhang kann sich auf ein Bibliothekskonzept, ein Raumprogramm, auf Geistes-, Bildungs- und Herrschaftsgeschichte beziehen, auf eine Architekteninterpretation, oder den kulturpolitischen Denkansatz gewählter demokratischer Gremien z.B. von Kulturausschüssen in Kommunen. Bibliotheken im Wandel der Zeiten als Ausdruck ihrer jeweiligen Zeit: dies soll bis heute exemplarisch untersucht und ein Ausblick auf künftige Zeiten in Hinsicht auf ihren kulturpolitischen Auftrag gewagt werden. (Autor)
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Volltext [107 S. / 6.773 KB]
erstellt: 2008.02.29 | veröff.: 24.1.2011
Copyright © Frohnmüller-Kaufmann, Petra



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