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Autor Herb, Ulrich [ Univ. des Saarlandes : Universitäts- und Landesbibliothek, Saarbrücken, DE ]
Titel Open Access : Soziologische Aspekte
Sprache Deutsch
Bezug Entspricht inhaltlich, aber nicht formal: Information - Wissenschaft und Praxis (IWP). - 58(2007)4, S. 239-244
DDC-Notation 070; 346
Deskriptoren Wissenschaftliches Arbeiten; Kommunikationsprozeß; Soziologie; Elektronisches Publizieren; Elektronisches Dokument; Zugriff; Öffentlich; Akzeptanz; Rechtsfragen; Informationsrecht
Schlagwort Kapitaltheorie
Schlagwort Impaktfaktor
Schlagwort Bourdieu, Pierre
Topics Begründungen des Open Access
Topics Rahmenbedingungen: Die Wege zum Open Access
Topics Wissenschaftliches Kapital und Open Access: Interne Hindernisse
Abstract Die Forderung nach Open Access wird wissenschaftslogisch (Beschleunigung der wissenschaftlichen Kommunikation), finanziell (Linderung der Zeitschriftenkrise), sozial (Verringerung des Digital Divide), demokratietheoretisch (Zugang zu Informationen ermöglicht Partizipation) und sozialpolitisch (freier Zugang zu Informationen nivelliert Ungleichheiten) begründet. Dieser Beitrag untersucht einige dieser Annahmen mittels sozialwissenschaftlicher Modelle. Von Befunden aus der Bildungssoziologie und Sozialpsychologie bereits hinlänglich widerlegte Naivitäten wie die Annahme, Zugang zu Informationen wirke per se nivellierend, bleiben außen vor. Im Zentrum stehen die Erkenntnisse aus Pierre Bourdieus Kapitaltheorie für die Akzeptanz von Open Access und die Erkenntnisse aus Michel Foucaults Diskursanalyse für die Wirkung von Open Access innerhalb des Digital-Divide-Konzepts. Bourdieus Kapitaltheorie deutet darauf hin, dass für die Akzeptanz von Open Access bei Wissenschaftlern nicht hagiographische, wissenschaftslogische Argumente wie die Beschleunigung der Kommunikation ausschlaggebend sein dürften, sondern machtlogische Argumente: Entscheidend für die Akzeptanz von Open Access (und konzeptionell verbundener Modelle wie etwa alternative metrische Verfahren) ist, wie Wissenschaftler dessen mögliche Auswirkungen auf bestehende Akkumulationsprozesse wissenschaftlichen Kapitals wahrnehmen. Hinsichtlich der Wirkung von Open Access im Digital-Divide-Modell legt Foucaults Diskursanalyse nahe, dass Open Access Abhängigkeiten, Szientozentrismen und Ethnozentrismen verstärken kann. (Autor)
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Volltext [19 S. / 208 KB]
erstellt: 2007 | veröff.: 19.8.2010
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